Montag, 28. November 2011

Essen

Schmutziges Geschirr - gefüllte Bäuche - 
schon lange mehr keinen Hunger gefühlt

Ich gebe es zu ich esse gerne, gerne mal zu viel,  auch mal gerne genau diese Süßigkeiten die kein Mensch braucht und meisten oder fast immer ohne Hungergefühl.
In einer schlaflosen Nacht hat mich dieser Umstand nicht mehr losgelassen, denn eigentlich ist essen ohne Hunger ein kleines Verbrechen, Zeitverschwendung, Umweltverschmutzung, ja sogar Zerstörrungswut... Doch wieso hat sich diese Gewohnheit oder Sucht des Essen so in unsere Gesellschaft eingeschlichen?
Es ist auch ein Teil der Konsumgesellschaft, ein nicht zu verachtender Teil, jedoch wird er meist außer Acht gelassen. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem es um den Umstand geht das einige von uns inzwischen recht gut gebaut sind. DICK
Doch gottseidank hat sich die Lebensmittelindustrie auch hier was einfallen lassen, DU DARFST essen, denn es hat null Kalorien usw. Nicht nur der Traum von der Modelfigur wird durch die schlanke Linie versprochen sondern auch alle anderen wünschenswerten Zustände kann man in den Supermarktregalen ergatten: Wellness im Jogurt, Konzentration im Red Bull, glückliche Kinder durch Lachgummies usw.



Die ganze Welt ist eine sehr schmale Brücke - und die Hauptsache ist: gar keine Angst zu haben!

Freitag, 11. November 2011

Sao Paulo

Die Landung bei Sonnenaufgang war ein beeindruckender Start für zwei Tage in Sao Paulo. Die Stadt ist nicht nur von oben rießig sondern auch am Boden benötigt man Zeit um von A nach B zu kommen. Den richtigen Weg zu finden stellte sich jedoch als relativ problemlos heraus, denn die Leute sind sehr hilfsbereit und mit wenigen Brocken Spanisch und Englisch kann man ohne weiteres überleben.
Nach der Überlegung ob wir am helllichten Tag in unserem guten Viertel wo wir wohnen ein Taxi benötigen, denn wir wurden vor Überfällen usw. des öfteren gewarnt, beschlossen wir doch die 25 min zum Park in dem die Architekturbiennale stattfindet, zu laufen. Dort im Park ankommen wurden die Autos zu Longboads und Rollerblades und der Anblick des Sees mit den Gänsen war ein feiner Einstieg. Nach einem typisch brazialischen kulinarischen Zwischenstop fanden wir nach einem feinem Spaziergang die Kupel in die Architekturausstellung sein könnte. 
Die Biennale war übersichtlich, jedoch konnten wir so einige Ideen mitnehmen. Zumdem lernten wir zwei Architekten aus Argentinien kennen, sie waren offen und freundlich und gaben uns den Tipp, dass wir abends im Viertel Vila Madalena bestimmt die richtige Unterhaltung für unsere Ansprüche finden. Und so war es auch, kaum dort angekommen, fanden wir ein nettes Plätzchen zum Fleischverzehr und anschließend bei einem Bier in einer netten Bar lernten wir nette Jungs kennen. Diese ermöglichten uns ein eintauchen in das richtige Sao Paulo, sogar ein Besuch auf einer Hausparty war dabei. Nicht ohne Grund fing der nächte Tag erst so gegen 1 Uhr an. 
Eine Reise mit Metro in die Innenstadt hat sich auf jeden Fall ausgezahlt, denn wer die Esskultur des Landes in einer Halle mit allen Sinnen erleben möchte darf den Mercado Municipal nicht auslassen. Nähert man sich einem Stand, wir man zum Probieren aufgefordert, ablehnen wird nicht akzeptiert. Leider haben wir im ersten Stock erst einmal Frühstück und Mittagessen nachgeholt, sodass für die zahlreichen Verkostungen kein Platz mehr war. 
Abends lernten wir noch die Rua Augusta kennen und da es Freitag war, waren wir nicht alleine da. Nach diesem Abend hatte ich das Gefühl die Straßen Sao Paulo sind ein großes Graffitimuseum und die Künstler treffen sich in der Rua Augusta, denn ich habe noch keine Stadt mit so wenig leeren Wänden erlebt. Die Streetart ist jedoch von guter Qualität, da sich der ein oder andere Vadalismustäter bei uns noch was abschauen. 

Komisch:
  • Linksverkehr in der Metro.
  • Dicke dürfen auf dem Behindertenplätzen im Bus sitzen und sind sogar noch als erstes auf dem Schild.
  • Die Mülleimer sind hochgestellte Körbe die man manchmal sogar verschließen kann.
  • Die großen grünen Telefonzellen.
  • Keine Fußgängerampeln, entwerden gehen wenn die Autos stehen oder einen Blick auf die Autoampel werfen.
  • Fleisch mit Reis und Bohnen sowie Maisgrieß was wie Sägemehl aussieht und schmeckt.  













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