Montag, 31. Oktober 2011

cheese, please, lächeln,...

Wenn fotografieren ein dokumentarisches Mittel ist, einen Zeitpunkt einfriert und die Aussage "ein Foto lügt nicht" stimmt, warum wird dann vor jedem Auslösen, noch schnell eine glückliche Weld suggeriert?
Es gibt kaum schöne Fotos von weinenden, traurigen Personen obwohl auch diese Zeitpunkte wichtig sind.
Auch ich kann unter meinen Bildern fast nur lächelnde Personen finden, in Zukunft werde ich das zu ändern versuchen. 


Samstag, 29. Oktober 2011

neue stadträume entdecken

 
Die Idee neue Stadträume zu entdecken gefiel, denn eigentlich gibt es in der Stadt nur Wege die zu Zielen führen, diese sind immer definiert und meistens die Gleichen.  Von der Wohnung in die Uni, von der Uni ins Lieblingscafe… die Plätze abseits der Wege bleiben buchstäblich auf der Strecke.
In der Bäckerei trafen wir uns und formten eine Gruppe von vier Personen. Unserer Team startete am Sillpark und der Würfel entschied, dass wir von dort aus den dritten Bus nehmen, in diesem Fall die Linie C.  
Luca, der die Idee hatte die Umgebung rückwärts zu erkunden, entwickelte einen Helm, nicht nur um sich vor Verletzungen zu schützen, nein, er installierte sich zwei Spiegel um zu sehen wo er sich hinbewegt. Bereits an der Bushaltestelle waren wir durch die Kopfbedeckung erkennbar und die Reaktionen der Passanten waren durch die Bank sehr interessiert und positiv. Als der Bus ankam, startete Luca den Versuch rückwärts einzusteigen. Klingt einfacher als es war, an einem regnerischen kalten Samstag ist der Sillpark ein Ziel für viele und so wurde es etwas hektisch.
Die Tür ging zu wir vier waren drin und ein weiteres Mal entschied der Würfel, dass wir nach drei Stationen den Bus verlassen. Schutzengelkirche war der Name der Haltestelle. Keiner von uns kannte die Gegend abseits von der Hauptstraße an der der Bus entlang fuhr, nicht einmal Uschi, die in Innsbruck bereits lange lebt.
Wir marschierten als so ziemlich die einzigen Spaziergänger von der Kranewitterstraße in die Lönsstraße, auf welche wir nach einem kurzen Ausschweif auf die Josef-Pöll-Straße auch wieder zurück kamen. Durch die sehr gute Beschilderung der Straßen, mit Namen sowie auch geschichtlichen Hintergründen, erfuhren wir einiges über die Geschichte der Stadt, wobei Uschi keinen unwichtigen Teil dazu beitrug.
In der Nordkettenstraße riskierte auch Anne-Catherine die Frisurzerstörung und teste den Helm. Interessant, dass wir auf unserem Weg bisher an keinem Cafe direkt vorbeigegangen sind, dass einzige Gasthaus, an dem wir abbogen, wurde auch bereits als Wohnung umfunktioniert, die Beschriftung blieb.
Nach etwa einer Stunde und einer befragten Passantin erreichten wir in der Nähe einer Schule (auch geschlossen da Samstag) eine Bushaltestelle. 


reflected light


sold alive


Ein weiteres mal in China hat mich zum Nachdenken gebracht, im Supermarkt in Peking hat man die Gelegenheit richtig fangfrische Tiere zu kaufen - denn sie werden vor den Augen des Kunden aus dem Aquarium gefangen und erlegt. Schildkröten, Kröten, Schlagen und Fische...

Dies ist jedoch nur die Spitze des Eisberges, denn in Wahrheit sind nicht nur die Chinesen die Tierquäler. Die Frage stellt sich für mich wo das realistische Denken in dieser Hinsicht bleibt.
Wie kann ein Hundebesitzer der sein Tier liebt wie ein KIND, misshandelte, lebendig geschlachtete Hühnerteile im Supermarkt für 5 Euro das Kilo kaufen ? Tierliebe?
Vielleicht kann man die Unterscheidung zwischen den einzelnen Tieren vergleichen mit der Unterscheidung zwischen den Menschen. Ist ein verhungerndes Kind in Afrika nicht auch viel weniger wert für uns wie ein österreichisches Kind.
Wenn man die Zeitung ließt ist dies absolute Realität, die Menge der betroffenen Menschen gibt keinen Anlass dazu eine Nachricht als wichtig einzuordnen, nein es sind viele andere Kriterien wie Menge des Geldes das im Spiel ist, Nähe zu uns...





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