Die Idee neue Stadträume zu entdecken gefiel, denn
eigentlich gibt es in der Stadt nur Wege die zu Zielen führen, diese sind immer
definiert und meistens die Gleichen. Von
der Wohnung in die Uni, von der Uni ins Lieblingscafe… die Plätze abseits der
Wege bleiben buchstäblich auf der Strecke.
In der Bäckerei trafen wir uns und formten eine Gruppe von
vier Personen. Unserer Team startete am Sillpark und der Würfel entschied, dass
wir von dort aus den dritten Bus nehmen, in diesem Fall die Linie C.
Luca, der die Idee hatte die Umgebung rückwärts zu erkunden,
entwickelte einen Helm, nicht nur um sich vor Verletzungen zu schützen, nein,
er installierte sich zwei Spiegel um zu sehen wo er sich hinbewegt. Bereits an
der Bushaltestelle waren wir durch die Kopfbedeckung erkennbar und die
Reaktionen der Passanten waren durch die Bank sehr interessiert und positiv.
Als der Bus ankam, startete Luca den Versuch rückwärts einzusteigen. Klingt
einfacher als es war, an einem regnerischen kalten Samstag ist der Sillpark ein
Ziel für viele und so wurde es etwas hektisch.
Die Tür ging zu wir vier waren drin und ein weiteres Mal
entschied der Würfel, dass wir nach drei Stationen den Bus verlassen.
Schutzengelkirche war der Name der Haltestelle. Keiner von uns kannte die
Gegend abseits von der Hauptstraße an der der Bus entlang fuhr, nicht einmal
Uschi, die in Innsbruck bereits lange lebt.
Wir marschierten als so ziemlich die einzigen Spaziergänger von
der Kranewitterstraße in die Lönsstraße, auf welche wir nach einem kurzen
Ausschweif auf die Josef-Pöll-Straße auch wieder zurück kamen. Durch die sehr
gute Beschilderung der Straßen, mit Namen sowie auch geschichtlichen
Hintergründen, erfuhren wir einiges über die Geschichte der Stadt, wobei Uschi
keinen unwichtigen Teil dazu beitrug.
In der Nordkettenstraße riskierte auch Anne-Catherine die
Frisurzerstörung und teste den Helm. Interessant, dass wir auf unserem Weg
bisher an keinem Cafe direkt vorbeigegangen sind, dass einzige Gasthaus, an dem
wir abbogen, wurde auch bereits als Wohnung umfunktioniert, die Beschriftung
blieb.
Nach etwa einer Stunde und einer befragten Passantin
erreichten wir in der Nähe einer Schule (auch geschlossen da Samstag) eine
Bushaltestelle.
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