Mittwoch, 8. Juni 2011

hongkong



Hong Kong, ein guter Einstieg in die Welt Asiens. Viele Leute, unzählige Hochhäuser, neonfarbene Leuchtreklamen, sodass der Himmel niemals dunkel wird. Auch sonst kommt die Stadt nicht zur Ruhe, wenn Bars und Discos schließen pendelt schon längst ein Menschenstrom zur Arbeit. Besonders das Nachtleben kann man mit keiner anderen Stadt vergleichen und davon mussten meine 3 Begleiter und ich uns auch selbst überzeugen.
Nach Ankunft, Dusche und 3min Entspannung mischten wir uns unters chinesische Volk, in Wan Chai kamen meine 2 Freunde die das erste mal auf diesem Kontinent waren, nicht mehr aus dem staunen heraus, Diagnose: Reizüberflutung.
Da ich nicht der beste Freund der chinesischen Küche bin, wir allen einen riesen Hunger hatten und ich ihnen nicht zumuten wollte auf Hühnerbeinen und Entenköpfen herum kauen zu müssen gingen wir in ein nettes Restaurant, dass gemischte Küche anbot.
Gestärkt reisten wir mit dem Taxi nach Soho und vor lauter Tatentrag nahmen wir noch die Besteigung des Peaks auf uns. Naja ganz so stimmt es nicht, denn die Rolltreppe führt bis zur Midstation hoch und so weit sind wir nicht mal gekommen-gefahren.
Der 552m hohe Victoria Peak ist nicht zu vergleichen mit einem Berg in Tirol, unserem Heimatland, dies wurde uns spätestens am 2. Tag bewusst. Als Hongkongtouri muss man mindestens einmal mit der Peaktram fahren, selbst unerschrockenen Tirolern wurde bei der Steilheit ein bisschen mulmig. Dass wir es erst zur Station geschafft haben als es bereits dunkel war, war in keinster Weiße ein Nachteil, denn die Aussicht in der Nacht bietet eine schöne bunte Abwechslung zu dem gewohnt grauen Himmel am Tag.
Oben angekommen, kommt kein bisschen das Gefühl auf, dass man auf einem Berg steht – immerhin der höchste in Hongkong. Kaum aus der Tram ausgestiegen, steht man bereits in einem Shoppingcenter, mit allem was der Konsum so zu bieten hat. Selbst die Restaurants erinnern an amerikanische Fastfoodketten, nur gibt’s statt Pommes Reis. Der Abstieg ist so gut betoniert, dass es für Skater ein leichtes sein müsste hinunter zu fahren. Selbst die seitliche Wand ist einbetoniert, ein paar Löcher für die Bäume, aber ansonsten darf sich kein Stein bewegen.
Am Fuße des Berges kommt man an hohen Wohnhäusern vorbei, mit großen Fenstern, sodass es für uns sehr interessant war, die Bewohner ein bisschen zu beobachten. Zu unser aller Überraschung standen wir am Ende wieder in der Straße, die wir bereits am Vortag besucht hatten. Die Versuchung war da, ein weiteres mal zu feiern, jedoch gibt es ja noch anderes zu sehen. Zum Beispiel einen der vielen Märkte in Hongkong. Da es schon eine ganze Weile dunkel ist kam nur ein Markt in Frage, der Night Market, aber selbst für diesen waren wir ein bisschen zu spät. Die letzte halbe Stunde bevor alle Verkäufer ihre Stände abbauten, nutzten wir Mädchen noch um wenigstens ein bisschen KitschChinesenRamsch nach Hause zu bringen, die Jungs hatten mehr Freude an einem Bier.


Die spannendere, günstigere Alternative zu einem HoponandOff Bus ist es einfach eine der vielen Buslinien und Straßenbahnlinien zu nehmen und so weit zu fahren wie man Lust hat, so kommt man auch ein bisschen weg von den Touristenpfaden. Dies führte uns zu einem Runningsushi, naja nach dem Essen war der Nachmittag leider schon etwas fortgeschritten...wie die Zeit vergeht.
Dem Klischee zu Folge wäre es der weibliche Anteil, welcher am meisten Geld ausgegeben hätte, in unserem Fall hat jedoch der Elektromarkt das größte Loch in die Kreditkarte gebrannt. Eine neue Kamera, ein neues Objektiv… gegeben hätte es für jeden etwas.
Der Kontrast zu dem modernen Hightechprodukten gibt es 2 Straßen weiter Fleisch und Fisch. Nur Fleisch, nicht eingeschweißt, nicht hinter Glas und auch nicht gekühlt, es hängt neben der Straße und außer uns Langnasen, fand es jeder normal, sodass wir staunenden Touristen mit der Kamera zur Attraktion wurden.
Naja auch die Behandlung noch lebendiger Tiere lässt zu wünschen übrig, oder braucht ein 1,50m langer Fisch, ein größeres Aquarium als 1m Durchmesser? Die Muscheln deren Form einem Penis gleichen ließen jedoch nicht zu viel ernste Stimmung zu.
Sobald es immer später wurde, wurden wir fitter und so gingen wir ein letztes mal ausgiebig feiern, sodass vom letzten Tag nicht mehr viel übrig blieb.
Alles in allem gibt Hongkong Einblicke in die chinesische Welt, bietet aber auch dem Kulturbanausen eine Überlebenschance.

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